Alte, weiße Männer

Salomé Balthus ist Edel-Prostituierte, betreibt eine Escort-Agentur und war Kolumnistin bei der “Welt”. Nach einem Aufritt beim Schweizer TV Moderator Roger Schawinski wurde sie bei der “Welt” entlassen. Schawinski zeigt in der Sendung, die Balthus’ Beruf der Prostituierten thematisiert, einen Ausschnitt von Alice Schwarzer, in welchem diese sagt, dass die meisten Prostituierten Opfer sexueller Gewalt wären. Daraufhin fragt Schawinski Balthus, ob das bei ihr auch zuträfe. Balthus hingegen möchte nicht weiter darauf eingehen und versucht mehr oder weniger souverän die Sendung durchzuziehen. Nach ihrem Auftritt wird eine ihrer Kolumne bei der Welt veröffentlicht, in der sie dem Moderator nicht ganz wahrheitsgemäß zitiert. Er habe sie gefragt, ob sie von ihrem Vater missbraucht wurde. Nicht, ob sie missbraucht worden sei. Daraufhin der Rauswurf. Man kann es bei Springer’s kleiner “Welt” nicht durchgehen lassen, wenn es jemand mit der Wahrheit nicht ganz so genau nimmt.

 

 

Man kann über Balthus’ Beruf sagen, was man will. Es ist kein Beruf, zu dem jeder in der Lage wäre. Man benötigt ein gewisses Maß an Geldgier, Geltungsdrang, Skrupellosigkeit, Schamlosigkeit, Selbstdarstellung und entweder mangelt es an Moralverständnis, Intelligenz oder beidem. Es ist heutzutage gesellschaftlich mehr akzeptiert, aber das bedeutet nicht, dass es gut ist. Ich würde mich schämen und sollte ich jemals ein Arbeitsangebot bekommen unter falschem Namen arbeiten und mein Gehalt spenden. Es wäre mir so peinlich bei Springer zu arbeiten. Frau Balthus arbeitet nicht mehr dort, gut, aber sie hat und deshalb kann ich sie überhaupt nicht ernstnehmen und sie wirkt auf mich unsicher und naiv. Nicht dümmlich, was ja ein Einstellungkriterium bei Springer ist. Dümmlich-plakativ, um genau zu sein. Balthus und Schwarzer, die ehemaligen Springer-Arbeitskolleginnen. Süß.

Es ist witzig, dass die gute Salomé in der Sendung sagte, dass sie gerne “anti” sei und momentan hätten sich so viele auf die “alten, weißen Männer” eingeschossen. Sie nicht. Sie mag “alte, weiße Männer”. Es ist doch schön für sie, dass sie jetzt mit Schawinski, Poschardt und seinen Boys bei der “Welt”, die auf “Shitstorms” spezialisiert sind, so ihre Erfahrungen machen konnte. Man muss für niemand Mitleid haben, der bei Springer arbeitet und dank ihrer anderen Tätigkeit wird sie nicht am Hungertuch nagen. Der deutschsprachige Raum braucht bessere Medien. Peinlich.

Vom Erfolg verwöhnt

Der 10-Euro-Schein wird jetzt auch im Discounter geprüft.

 

Assoziationen dazu

 

Erfolg

reich aussehen

Rich bitch

Forbes-Liste

Financial Times

Konto in der Schweiz

Monaco

Ski fahren in St. Moritz

Penthouse in den Weltmetropolen New York, Tokio, London, Paris

Hubschrauber-Taxi

Champagner in einer Wasserpistole aus Gold für Wasserspiele auf Kokain in Miami

Shopping in Dubai

Den Lieblings-Friseur von einer Oligarchen-Hochzeit aus Russland einfliegen lassen, wo Beyoncé gesungen hat

Ein Hollywood-Schauspieler sitzt in meinem Jacuzzi auf der Terrasse meines Hauses in den Hollywood-Hills

Ich zünde mir kubanische Zigarren mit Schweizer Franken an

CEOs und ich haben den gleichen Dealer

Ich lasse meinen Fitness-Trainer mit meinem Privatjet nach Paris kommen. Er kommt von Meghan Markle

 

 

 

 

Aber merke:

Geld allein macht nicht glücklich