Sein lassen oder feministische Erklärbärin

 

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Es gibt nicht “den” Feminismus und keine Anführerin. Eine liberale Feministin und Radikalfeministin denken nicht gleich.

Was ist Feminismus, was will Feminismus sein, brauchen wir heute noch Feminismus (selbstverständlich).

Ich frage mich, warum das für so viele Menschen so schwer ist zu verstehen, was Feminismus ist, nicht ist oder erreichen will. Man könnte meinen, dass man über Atomphysik reden würde und nicht über so etwas wie Gleichberechtigung von Frau und Mann und da fängt es ja schon wieder an. Gleichberechtigung. Da kommen die Intelligenzallergiker gleich wieder an und sagen: “Ja, aber ihr wolltet, dass alle gleich sind. Das geht aber nicht.” Es geht nicht, da es biologische Unterschiede gibt, aber das bedeutet nicht, dass Frauen weiter benachteiligt werden sollten. Gleichberechtigung bedeutend nicht, dass ein 1m80 großer und 80 kg schwerer Mann und eine 1m70 große und 55 kg schwere Frau im gleichen Alter zusammen wohnen und die Frau schleppt die schweren Einkäufe in den 5. Stock und der Mann trägt nichts, weil er es letzte Woche gemacht hat. Jeder und jede nach den eigenen Fähigkeiten, aber man kann biologische Unterschiede doch nicht leugnen.

Man kommt so nicht voran, weil man sich immer mit diesen langweiligen Diskussionen aufhalten muss. Es gibt so viel, dass man machen müsste, damit es Frauen und Mädchen besser geht, aber nein, man muss immer wieder sagen, warum “der” Feminismus nicht schlecht ist und #notallmen

Warum das krampfhafte Versuchen andere zu überzeugen? Manche Menschen sind nicht intelligent oder nett genug für Feminismus. So einfach ist das.

Ich will viel lieber darüber reden, was man machen kann, damit es keine Gewalt mehr gegen Frauen gibt, keine Genitalverstümmelung, keine Zwangsehen, keine sexuelle Gewalt gegen Frauen und Mädchen, keine Zwangsprostitution, genug Platz in Frauenhäusern, dass Frauen nicht mehr primär als Sexobjekte gelten und darüber auch selbst ihren “Wert” definieren, mehr Selbstbewusstsein, gleiche Bezahlung bei gleicher Qualifikation und so viel mehr und ich will nicht die ganze Zeit immer wieder “Warum ist der Feminismus schlecht” und “ekelt mich an hihi” von primitiven Gören hören. Man muss es auch einfach mal sein lassen ständig zu erklären, warum man Feministin ist. Es ist doch egal, was Idiot/innen “denken”. Wer es nicht verstehen will, soll eben an die Decke starren, ein Puzzle für Kinder ab drei lösen oder üben seinen Namen in den Schnee zu pinkeln – oder was auch immer intellektuell nicht überfordert – wenn “DER” Feminismus zu kompliziert ist. Es hat einfach ein bisschen etwas mit Intelligenz und Gerechtigkeit zu tun – zu begreifen, was Feminismus ist und das ist eben nicht jedem gegeben. Feministinnen müssen niemand “überzeugen”.
Vielleicht mal die, die euch aufhalten wollen, ignorieren und mit den Menschen reden, die etwas verändern wollen.

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